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Facebook, MySpace, Twitter & Co – Trenderscheinung oder Revolution – auch in der Businesswelt?

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Snapshot 1:

„Carrotmob is a network of consumers who buy products in order to reward businesses who are making the most socially responsible decisions. In a boycott, everyone loses. In a Carrotmob, everyone wins.

(Quote: http://www.bestfriendsforlife.net)

In San Francisco breitet sich ein neues Phänomen aus. Basierend auf Social Networks und Web 2.0 organisieren sich Hauseigentümer als Aktivisten für „Green Energy Campaigns“ in Form von „Buying Clubs“. Unter dem Community Brand „One Block Off the Grid“, 1BOG.org, wird versucht, Wohnblock für Wohnblock auf Solarenergie umzustellen (Watch Video). Mitglieder der Community erhalten Rabbatte auf Solar Panels, die durch die Community ausgehandelt wurden. Aktivisten stürmen organisiert Shops, die als Gewinner einer Wahl zum naturfreundlichsten Geschäft ermittelt wurden.

Virgance, das Unternehmen, das hinter diesen Kampagnen steht, orient seine Erfolgsstratgie an der Art und Weise, wie Obama Barack während der Wahl zum US-Präsidenten seine Aktivisten motiviert hat: Man nehme ein Netzwerk an begeisterten Freiwilligen („boots on the ground“), eine „activism presence in Facebook“, ein Team von bezahlten Bloggern, die die Kampagne promoten und trendige YouTube Videos die im Schneeballsystem verbreitet werden – fertig ist die „Campaign 2.0“, die klassiche Kampagnen schnell alt aussehen lässt. Geschindigkeit und Anzahl der Stimmen sind matchentscheidend – das ist nichts Neues, in der Form aber schon.

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Snapshot 2:

Im Herbst 2008 trennten sich Virgin Atlantic und British Airways von mehreren Mitarbeitern, welche sich über Sicherheitsmängel in den eigenen Reihen lustig machten, sich über Passagiere oder ihren Job beschwerten und Facebook und Twitter als Kommunikationskanäle für ihre Meldungen nutzen. Aufgrund der Skalierungseffekte von Web 2.0-Tools in der Kommunikation, eine Meldung erreicht in Sekunden tausende Empfänger und kann sich dann blitzschnell weiter ausbreiten, sehen sich Unternehmen mit einer neuen Bedrohung konfrontiert. Geschindigkeit und Anzahl der Stimmen können wiederum machentscheidend sein. Im Falle der beiden Fluglinien erfuhr die Corporate Communication Verantwortung erst selbst aus den Medien. Kommunikationsexperten raten dazu, Online Communication Guidelines für Mitarbeiter zu überarbeiten und Aktivitäten in Social Networks selbst stärker zu überwachen um nicht dann reagieren zu müssen, wenn der Schaden schon ins unermäßliche gestiegen ist.

Stellen Facebook, MySpace, Twitter & Co eine Gefahr für traditionell organiserte Unternehmen dar? Sind junge, Net-Gener-Unternehmen mit ihren disruptive Business Models und Arbeitsweisen schon im Rückspiegel, bereits auf der Überholspur oder sogar schon wieder beim Einordnen?

Sind Facebook, MySpace, Twitter & Co nur kurzfristige Trenderscheinungen und werden sie die nächsten Jahre selber überleben?

Wie kann man Social Networks als Chance für das eigene Unternehmen nutzen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Diskutieren Sie mit uns Ihre Gedanken und Erfahrungen!

Posted by Bernhard Hoetzl


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